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Deutscher Jugendfotopreis 2022, Charlotte Hansel

Bild: Charlotte Hansel (25 Jahre), Deutscher Jugendfotopreis 2022, Fotobuch: Why can´t you globeheads reason?

14.7.—
3.9.2022

„WE_LOVE“

Deutscher Jugendfotopreis 2022

Deutscher Jugendfotopreis 2022:

Die diesjährigen Hauptpreisträger*innen kommen aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Ihre Bilder überzeugen durch persönlichen Bezug, vielfältige gesellschaftliche Themen sowie kreative Umsetzung. Die Preisverleihung fand am 22. Mai vor rund 200 Zuschauer*innen statt. Es wurden Preise im Gesamtwert von 13.500 Euro im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) vergeben.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stifter und Förderer des Bundeswettbewerbs, vergab die Preise in den Kategorien Jahresthema „Wir – Was uns verbindet“ und Freie Themenwahl. Der Parlamentarische Staatssekretär Sven Lehmann überreichte die Hauptpreise an Jule Wild (25 Jahre, Jahresthema, Sachsen), Emma Gänzler (10, Bayern), Janic Habedank (15, Brandburg), Karo Kloss (20, Berlin) und Tizian Machtolf (23, NRW). Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, vergab die Preise in der Kategorie Experimente und zeichnete Charlotte Hansel (25, Berlin) mit dem Hauptpreis aus.

Die Preise für die besten Fotogruppen wurden von Christian Müller-Rieker, Geschäftsführer des Photoindustrie-Verbands, verliehen und gingen an den Schülerladen Budenzauber Frankfurt a. M., die Realschule am Judenstein Regensburg, das Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund und an die Fotogruppe Maskerade der Musik- und Kunstschule Remscheid. Der durch ein Online-Voting ermittelte Publikumspreis, gestiftet vom Fotolabor WhiteWall Birgit Wenners, ging an Julius Meyerhoff aus Hannover.

Die Ausstellung war bis zum 12. Juni im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) zu sehen. Unter dem Motto „WE_LOVE“ präsentiert sie neben den aktuellen Preisträger*innen eine Rückschau auf jugendliche Lebenswelten der vergangenen 60 Jahre.

Vernissage: 14.7. / 16:00

In Kooperation mit:
> Deutscher Jugendfotopreis

Vorschau:

Bilder: Grzegorz Jarmocewicz aus Line on the map

8.9.—
1.10.2022

Line on the map

Grzegorz Jarmocewicz (PL)

Line on the map. Cultural threads of the Polish-Lithuanian borderland (dt. Ein Strich auf der Karte. Kulturelle Fäden des polnisch-litauischen Grenzgebiets) ist ein Projekt, das die gemeinsamen historischen und kulturellen Hintergründe der im polnisch-litauischen Grenzgebiet, der Suwalki-Lücke (pl.: Przesmyk Suwalski) lebenden Menschen visualisiert. Dieses grenzüberschreitende Untersuchungsfeld reflektiert die gegenseitige Durchdringung der Kulturen von nebeneinander lebenden Nationen. Diese sind durch eine gemeinsame Geschichte und allgemein anerkannte Traditionen seit Jahrhunderten miteinander verflochten. Bis vor kurzem hat das geschlossene und durch Grenzen geteilte Europa die Entwicklung nationalistischer Bedürfnisse, den Bau von Mauern und eine eigene nationale Identität gefördert. Sind diese Tendenzen heute noch stark? Hat der Fall der Berliner Mauer, der als symbolischer Zusammenbruch der totalitären Systeme unseres Kontinents verstanden wurde, neue Werte des sozialen Zusammenhalts hervorgebracht?

Die überaus turbulente und komplizierte gemeinsame Geschichte Polens und Litauens und der tief verwurzelte Konflikt zwischen den beiden Nationen, aber auch die gemeinsamen Helden, die gemeinsame Kultur und die identischen mythologischen Fäden bilden die Grundlage für die fotografische Untersuchung der nordöstlichen Grenzen Polens, die einst von den baltischen Stämmen bewohnt wurden. Deren Nachkommen sind die Protagonisten dieses Projekts.

Grzegorz Jarmocewicz ist seit 1989 als Künstler im Bereich der Fotografie tätig. Er ist auch künstlerischer Leiter des Internationalen Fotofestivals Białystok INTERPHOTO, promovierter Kunstwissenschaftler, Dozent, Kurator und Juror bei internationalen Fotowettbewerben, Vorsitzender des Vereins „Forum Fotografii i Multimediów“ sowie Dozent – Assistenzprofessor an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig. Seine Fotografien befinden sich in Privatsammlungen, im Zentrum für zeitgenössische Kunst Schloss Ujazdowski in Warschau, im Museo Ken Damy in Brescia, Italien, im Regionalmuseum in Suwałki und im Ludwik Zamenhof Center in Białystok.