PORTRAITS Satellit – Ludivine Large-Bessette

Ludivine Large-Bessette, aus der Serie Soudos

Aktuell / 10.6.—
26.6.2021

PORTRAITS Satellit —
Ludivine Large-Bessette

Pop-Up-Ausstellung

Die französische Fotografin Ludivine Large-Bessette zeigt in Ihrer Soloausstellung die Serien Soudos und Regained Bathers. Die Ausstellung ist Teil des PORTRAITS – Hellerau Photography Award Satelliten Programms 2021.

Regained Bathers
spielt mit der traditionellen Darstellung des weiblichen Aktes durch das Thema der Badenden, frei inspiriert von Vallottons Gemälde “Drei Frauen und ein kleines Mädchen spielen im Wasser”. Durch die Zusammenarbeit mit Tänzerinnen findet eine Wiederaneignung des Körpers statt, wobei die Frauen voll aktiv werden und entscheiden, was sie dem Künstler und dem Betrachter geben oder nicht geben wollen. In einer Atmosphäre, die sowohl an das Meer als auch an die Dämmerung erinnert, gibt es ein Porträt von vier Frauen zu entdecken.

Soudos
Durch einfache geometrische Spiele bringt diese Serie Körperhaltungen auf ihre Essenz zurück. Durch die bewusste Fokussierung auf Teile des Körpers, die sich von der Identifikation mit der fotografierten Person lösen, setzt dieses Projekt eine langfristige Arbeit an grafischen Spielen zwischen dem menschlichen Körper und seiner Umgebung fort. Es ist auch eine Untersuchung über eine mögliche Objektivierung des Körpers, die nicht mehr verfremdend ist.

Ludivine Large-Bessette (*1987) absolvierte ihr Studium an ‘La Femis‘, der bedeutendsten Filmhochschule Frankreichs. Schon sehr früh interessierte sich die Künstlerin für den Körper und die Performance. Die Entdeckung des zeitgenössischen Tanzes markierte einen Wendepunkt in ihrer künstlerischen Arbeit. Heute entwickelt sie Arbeiten im Grenzbereich von Video, digitaler Kunst, Fotografie und zeitgenössischem Tanz und arbeitet regelmäßig mit Tänzerinnen und Tänzern zusammen.

In Kooperation mit:
> Portraits – Hellerau Photography Award
> Parablau Dresden

Hermann Stamm, World Trade Center, New York

Hermann Stamm, World Trade Center, New York, 1980

Demnächst / 2.7.—
2.8.2021

HERMANN STAMM
Bilder aus der Registratur des Nachdenkens

Selbstportraits 1980—2021

Vor gut 40 Jahren hat Hermann Stamm  angefangen, Selbstportraits von sich zu machen. Die Kamera immer mit beiden Händen frontal vor sein Gesicht haltend, sind so über die Jahrzehnte tausende Schwarz-Weiss Fotografien entstanden. Der Autor steht dabei immer im Zentrum des Bildes, die Szenen im Hintergrund sind stets andere. Doch hat seine Arbeit mit den heute üblichen „selfies“ kaum etwas zu tun. Stamm geht es vielmehr um eine medienspezifische Auseinandersetzung mit dem eigenen Abbild. Die Fotografie funktioniert dabei wie eine Uhr, die sein Leben begleitet und ihn, bis zum eigenen Ableben hin, nicht aus dem Fokus lässt.

Hermann Stamm (*1953) studierte an der FH Würzburg und an der Kunstakademie Kassel. Ab 1977 nahm er an zahlreichen Ausstellungen teil und seine Arbeiten wurden mehrmals veröffentlicht und ausgezeichnet. 1990 wurde er in die DFA berufen und zwischen 1993 und 2019 war er Professor an der Bauhaus-Universität Weimar. Er lebt in Hammelburg, Unterfranken.

Kurator der Ausstellung
Thomas Bachler

Programm
2.7.2021 Ausstellungseröffnung